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Probleme die Koi haben können:

 

 

Parasiten sind ein sehr großes Problem beim Koi und führen oft zu weiteren Problemen wie Scheuern, Springen, Flossen klemmen, Wunden, beschädigtem Kiemengewebe, auffällige Atmung und starkem Unwohlsein. Am häufigsten sind Hautwürmer (Dactylogyrus) und Kiemenwürmer (Gyrodactylus) zu finden, aber auch Einzeller wie Trichodina, Ichthyo, Saprolegnia (Fischschimmel oder Pilz genannt) oder Costia und noch einige andere. 

 

Bakterien sind nicht nur am und im Koi ein großes Problem, auch im Wasser und im Filter können sie sich ausbreiten und den Koi krank machen. Maßgeblich für den Wiederstand gegen Bakterien am Koi oder im System ist das Immunsystem der Koi. Wenn dieses "schwächelt" ist der Koi allen äusseren Einflüssen hilflos ausgeliefert.

Von Hautschäden bis hin zu Organschäden ist alles vertreten und kann durch Bakterien betroffen sein. Vor allem kleinere Wunden werden im Vorhandensein von pathogenen (krank machenden) Keimen ein oft schwer einzudämmendes Problem  wenn die Ursache nicht gefunden und behoben wird. Maulfäule, tiefe Löcher in der Haut, Nierenentzündung, Leberentzündung, Bauchwassersucht (BWA) sind nur einige der möglichen Erkrankungen die durch Bakterien hervorgerufen werden können.

Allerdings gibt es auch sogenannte "gute" Bakterien, die notwendig sind um ein Biologisches System im Teich aufrecht zu halten. Die bekanntesten sind wohl die notwendigen Filterbakterien welche dazu beitragen das Wasser zu "reinigen" oder Milchsäurebakterien, welche selektiv pathogene Keime bekämpfen können.

Diese Filterbakterien wandeln wärend ihrer Arbeit Ammoniak in Nitrit um und Nitrit in ungiftiges Nitrat so das die Koi diesen Giften, die sie zum Teil selber ausscheiden, nicht ausgesetzt sind.

 

Pilz ist eine sekundär Erkrankung. Allerdings handelt es sich in der Regel nicht um Pilz wenn ein Koi einen pilzig aussehenden Belag hat, es handelt sich um einen einzelligen Prasit, dem Saprolegnia, der sich auf bzw in Wunden setzt. Sie treten am Koi auf wenn das Immunsystem durch eine Wunde geschwächt ist und schwächen den Koi zusätzlich. Äußerlich wirkt es wie ein "aufliegender Pilz", aber darunter befindet sich in aller Regel das eigentliche Problem welches es zu behandeln gilt.

Dieser "Pilz" oder "Fischschimmel" ist immer im Wasser anzutreffen, aber solange er keinen Nährboden finden, der ist besonders bei Immungeschwächten und kranken Tieren mit Wunden vorhanden, ist er kein Problem. Er setzt sich IMMER nur in offene Wunden, bohrt sich mit dem "Fuß" in das Fleisch des Tieres und sondert dann ein Toxin ab welches den Fisch nach und nach tötet. Je mehr von diesem "Belag" auf dem Fisch entsteht, um so geringer die Möglichkeit in zu retten da das Toxin den Koi massiv schwächt. 

 

Viren sind eines der am schwersten zu behandelnden und nicht zu heilenden Problemen am Koi, Viren sind zunächst oft unauffällig und erfordern ein schnelles und sorgfälltiges Eingreifen wenn sie ausbrechen, oft ist dieses aber nicht möglich oder erst sehr spät. Oft ist es nur möglich den Bestand, aber nicht jedes einzelne betroffene Tier zu retten. Der Bekannteste Virus ist sicherlich der KHV, der Koi  Herpes Virus. Aber auch der CEV oder auch als Schlafkrankheit bezeichnet, gehören dazu. Diese Vieren "schlafen" oft über Jahre in einem Koi bis es zum Ausbruch kommt, manchmal stirbt dann der Träger des Virus nicht aber die anderen. Über Behandlung und Vorbeugung wird viel geforscht und noch mehr geschrieben, aber ein Allheilmittel ist bisher nicht wirklich in Sicht. 

Eine Viruserkrankung ist jedoch nicht tödlich und kommt häufig in Teichen vor. Die Karpfenpocken. Mehr ein ästhetisches Problem aber selten eines für den Koi.

 

Wunden können aus unterschiedlichen Gründen entstehen. Durch mechanische Verletzung, Bakterien oder Parasiten. 

Es gilt die Ursache der Wunden zu finden, diese zu beheben und die Wunde sorgfältig zu behandeln. Dabei ist oft eine Wiederholung der Behandlung nötig und vor allem eine sehr sorgfältige Beobachtung.

Besonders gefährlich sind entzündete Wunden, da ist eine schnelle und sorgfältige  Behandlung erforderlich damit es nicht zu weiteren Problemen kommt. 

Bei allen Wunden ist es immer notwendig die Ursache zu finden und zu beheben um eine Wiederholung an einem anderen Tier zu verhindern so fern es möglich ist. Manchmal ist es aber einfach passiert und keiner versteht warum. Auch das kommt vor.

Und natürlich sind gute Wasserwerte und sauberes Wasser bei Wunden unabdingbar, wenn diese "Grundbedingungen" nicht stimmen wird es mit der Heilung auch schwerer.

 

Organschäden können geschädigte Kiemen sein, aber auch eine entzündete Schwimmblase, Verdauungsprobleme, Leberentzündung oder auch ein schwaches Herz. Koi sind Tiere mit einem Organsystem wie ihn fast alle Tiere besitzen und so kann auch jedes Organ erkranken.

Besonders Häufig: Die Schwimmblase. Sie ist für den Koi elementar und bei einer Entzündung oder wenn sie sich mit Flüssigkeit füllt kann der Koi sich nicht mehr aufrecht halten oder geradeaus schwimmen, wenn er überhaupt noch schwimmen kann. Nicht immer ist eine Behandlung möglich, aber oft kann man noch helfen wenn man das Problem sehr früh erkennt. Wärme ist hier IMMER eine gute Erstmaßnahme.

IMMER und fast am wichtigsten ist die Begutachtung der Kiemen. Da der Koi ohne dieses Organ nicht atmen kann ist es von besonderer Bedeutung das ihnen große Beachtung entgegen gebracht wird. Kiemen können durch ihre Farbe, durch Schleim oder durch das auf-und zuklappen des Kiemendeckels und auch das anlegen der Brustflossen sehr viel aussagen über den Gesundheitszustand des Koi und auch über Probleme im Teich die es dann dringend zu beheben gilt. Manchmal gibt es Erkrankungen der Kiemen die nur diesen einen betreffen, aber sehr oft ist es ein Problem das den gesamten Teich betrifft denn die Kiemen reagieren sehr empfindlich auf schlechte Wasserwerte wie z.B. einem hohem Nitriwert, auch Kiemenwürmer (Dactylogyrus) oder Trichodina betreffen sehr oft mehrere Tiere und nur ganz selten einen einzigen.

Der Darm ist beim Koi, der mehr oder weniger keinen Magen besitzt, nicht sehr anfällig, aber dennoch nicht vor Erkrankungen gefeit. Darmparasiten kommen nicht selten vor und äußern sich dann, wenn die überhand nehmen, im auffälligen Schwimmverhalten, abmagern, springen oder glasigem Kod der im Wasser schwimmt. Auch kann dieser durch Fremdkörper verstopfen und verschließen. Das ist meist nicht erkennbar weil es sehr schnell und ohne vorherige Auffälligkeit zum Tod des Koi führt.

 

Schlechtes Immunsystem ist für gewöhnlich abhängig von der Haltung und öffnet Bakterien, Parasiten, Pilzen und allem was noch so krank machen kann Tür und Tor. Gutes wasser, gutes Futter und eine streßfreie Haltung fördern ein gutes Immunsystem.

 

Schlechte Wasserwerte sind so gut wie immer vermeidbar. Sie sind abhängig von einem guten funktionierendem  Filter der dem gesamten System Teich angepasst ist. Umsichtigen Füttern, regelmäßigem Wasserwechsel, ein angepasster Bestand und ein "sauberer Teich sind notwendige Umstände damit am Ende das Gesamtsystem zwischen Fischen, Futter, Wasser und Filter ausgeglichen und für den jeweiligen Teich abgestimmt ist.

Auch eine regelmäßige Kontrolle der wichtigsten Wasserwerte (PH, KH, GH, NO2, NH4, O2, CO2sollte nicht vernachlässigt werden, sie ermöglicht es regulierend einzugreifen wenn das System, aus welchem Grund auch immer, mal nicht ganz "rund" läuft.

 

Schlechte Ernährung ist immer und überall, wo Leben existiert, ein Problem. Gerade der Koi, der in einem System lebt wo er sich nicht selber versorgen kann, ist darauf angewiesen das wir ihm durch gutes Futter alles zukommen lassen was er für eine gute Entwicklung braucht. Wachstum, ein gutes Immunsytem, Farbqualität und auch manchmal Farbentwicklung und nicht zu letzt die Möglichkeit den Winter, in dem er mehr oder weniger ruht und wenig bis kein Futter zu sich nimmt, zu überstehen, sind abhängig vom Futter und den darin enthaltenen Nährstoffen.

Gutes Futter und ausreichende Fütterung wärend der Teichsaison sind besonders für das "Erwachen" im Frühling elementar. Bei ausgezehrten, geschwächten Koi mangels gutem Ernährungszustand, Grunderkrankung oder Streß kann es dann zum gefürchteten Energiemangelsyndrom kommen das sich mit Bauchwasser, Nierenentzündung oder plötzlichem Tod bemerkbar macht. Wenn der Koi wärend der Saison zuwenig Energie durch gute Fütterung aufnimmt, sich im Sommer mit Parasiten quälen musste oder eine Grunderkrankung hat fehlt diese ihm im Frühling wenn der Stoffwechsel "hoch fährt" und der Koi erwacht. Dann droht ein Energiemangel den der Koi aus eigener Kraft nicht mehr kompensieren kann. Meist endet dieses Frühlingssymptom mit Bauchwasser, Nierenentzündung, Darmverschluss und oft am Ende mit dem Tod des betroffenen Koi.