Menu

22.01.2019

Gefahren für Koi und Teich im Winter!

Die ersten Frostnächte sind vorbei und wie jedes Jahr gibt es auch schon erste Probleme an den teils zugefrorenen Teichen.Manch einer glaubt das ein total zugefrorener Teich gut für Koi ist. Einige lassen den Filter laufen, andere stellen ab und versorgen den Teich nur mit Sauerstoff. Vieles was anders gemacht wird hat sicher seine Berechtigung, manches könnte besser laufen.

Ich will einmal aufzeigen welche Gefahren im Winter lauern.

Stichwort Filter: Wenn der Filter durchläuft ist es ratsam alle Schläuche und den Filter oder das Filterhaus vor Frost zu schützen. Wie man dieses macht hängt immer von den eigenen Möglichkeiten und dem Filter/Filterkammer ab. Wenn aber ein Schlauch zufriert und platzt weil die Pumpe weiter läuft (so sie nicht durchbrennt) kann der gesamte Teich leer gepumpt werden. Unter dem Eis sieht man es oft erst wenn dieses einbricht. Ebenso verhält es sich wenn der Filter einfriert, dann läuft er über bis der Teich leer ist.Wenn man Glück hat und es rechtzeitig merkt oder die Pumpe höher liegt kann das einbrechende Eis Fische verletzen oder die Folie zerstören was auch nicht gut ist.

Ich empfehle für Teiche Sommer wie Winter einen Pegelschalter der die Pumpe abschaltet wenn ein vorher eingestellter Pegel unterschritten ist und dieses auch immer mal zu testen.

Stichwort zugefrorener Teich: Wenn der Teich komplett zufriert kann kein Gasaustausch mehr stattfinden. Pflanzenteile (Algen) oder verrottendes Laub z.B. zersetzen sich durch Bakterien und mangels Licht. Dadurch werden Faulgase frei die entweichen müssen.

Des weiteren produzieren Wasserpflanzen (dazu gehören auch Algen) Nachts CO2, Fische atmen CO2 aus und manche Prozesse der Umwandlung im Teich produzieren ebenfalls CO2. Kann dieses nicht entweichen droht ein Säursturz da zu viel CO2 den PH senkt und damit das Verhältnis ins saure gehen kann. Außerdem kann es zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff kommen und im schlimmsten Fall zu der Gasbläschenkrankheit wo sich zu viel CO2 im Blut der Fische befindet.

Stichwort Sauerstoff: Sauerstoff in den Teich zu geben ist, wenn er nicht zu tief hängt gut und hilfreich um einen Bereich im Teich frei von Eis zu halten. Vorausgesetzt der Schlauch hängt nicht zu tief. Allerdings sollte man den Luftschlauch und die Pumpe isolieren und einpacken damit diese nicht die kalte Umgebungsluft aufnimmt und in den Teich transportiert.

Stichwort Abdeckung: Auch die ist nicht immer ohne Probleme. Bei starkem Schneefall und Frost macht es Sinn immer mal den Schnee zu entfernen damit es nicht zu einem zusammen Bruch der Abdeckung kommen kann. Diese sollte den Sauerstoffaustausch möglich machen in dem sie nicht bündig auf dem Teich aufliegt oder zu dicht auf der Umrandung z.B., auch hier droht dann eine Gasübersättigung im Wasser mit den oben beschriebenen Risiken. Durch Schnee und Eis auf der Abdeckung kommt es zum absterben von Pflanzen und Algen die wiederum dann verrotten mit den oben beschriebenen Risiken.

Bei allen Systemen sollte man immer in der Lage sein gelegentlich eine Kontrolle der Koi durchzuführen und schauen ob alle wohl auf sind. Ein Fisch der im Winter stirbt und im Wasser verbleibt gefährdet durch den dann allmählich entstehenden hohen Keimdruck und die Fäulnissgase die Gesundheit der übrigen Koi.

Auch andere Tiere können eine Gefahr für Teich und Koi darstellen. Vögel und Nager suchen gerne im Winter die Teiche auf um zu trinken. Nicht selten fällt so ein Nager in den Teich und ertrinkt mit den gleichen Riesiken die ein toter Fisch mit sich bringt.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

31.12.2018

Koi im Winter füttern oder nicht?

Derzeit wird immer häufiger die Frage gestellt ob die Koi noch gefüttert werden sollen weil sie noch schwimmen und „betteln“.

Diese Frage lässt sich einfach beantworten: Ja.

Aber der Reihe nach.

Die Koi bauen im Sommer durch entsprechendes Futter neben allem anderen auch Energie auf. Diese Energie brauchen sie im Winter und ganz besonders wichtig im Frühling wenn der Stoffwechsel wieder hoch fährt nach der „Winterruhe“ so sie denn gehalten wird. Koi schlafen nicht. Als wechselwarme Tiere passen sie ihre Körpertemperatur der Umgebung an und reduzieren dann bei entsprechend kaltem Wasser ihren Stoffwechsel. Dadurch verbrauchen sie dann nur noch wenig Energie so das im Frühling, wenn im Sommer/Herbst gut gefüttert wurde, der Koi die kritische Zeit gut und gesund übersteht. In der ersten Zeit nach dem Winter, wenn die Temperaturen über 5 Grad steigen ist das Immunsystem noch geschwächt und der Koi benötigt alle Reserven die er auftreiben kann für den Start in die neue Saison.

Wenn die Koi nun im Winter schwimmen und sich nicht ablegen wollen, so verbrauchen sie die angesammelte Energie und im extremen Fall kann diese dann im Frühling spätestens fehlen. Sollte der Winter insgesamt mild ausfallen und die Koi so gut wie gar nicht ruhen fehlt diese Energie schon sehr viel früher und dem Koi geht buchstäblich die Puste aus. Energiemangel ist dann die Folge und das endet sehr oft tödlich.

Wir müssen also den Koi Futter anbieten wenn sie schwimmen. Nicht um Energie aufzubauen, dazu hatten wir in der warmen Zeit die Gelegenheit, sondern um das zu halten was da ist. Bei den geringen Temperaturen wird das Futter nur gering verwertet, aber es reicht um das auszugleichen was durch die Bewegung verbraucht wird. Schwimmen in kaltem Wasser ist anstrengender als im warmen Wasser.

Aber!!! Es sollte schon ein der Temperatur angepasstes Futter sein denn die Verdauung würde jetzt nicht mit viel Fett oder Protein klar kommen, das würde mehr „kosten“ als es nützt.

Nicht vergessen darf man bei dem allen aber auch den Filter und das Teichmanagement. Wer füttert muss auch filtern und Teilwasserwechsel machen denn Stoffwechselprodukte, Kot und sonstige Schadstoffe müssen aus dem Wasser heraus, sonst steigt der Keimdruck und das Immunsystem leidet was am Ende auch Krankheit und Tod zur Folge haben kann.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

29.11.2018

Noch ein Schritt bis zum Winter! Teil 1

Die Teiche und somit auch die Koi stehen kurz vor dem Winter und wer es noch nicht gemacht hat muss nun den Teich winterfest machen, damit es im Frühling ohne Probleme oder Verluste mit dem Hobby Stressfrei weiter gehen kann.
Nun ist jeder Teich anders und auch jeder Fischbestand. Auch die Anforderungen an den Teich und die Möglichkeiten eines jeden sind so unterschiedlich das es keine allgemeine Beschreibung dessen geben kann wie ein Teich über den Winter gehalten werden sollte.
Einige „Dinge“ sind aber immer und bei allen gleich und das sind die Bedürfnisse der Koi während der kalten Zeit.
Eine evtl. letzte Reinigung vom Filter, zurück schnieden der Pflanzen und entfernen von Blättern und sonstigem was als Brutstätte für Keime im Teich dienen kann ist selbstverständlich.
Punkt 1: Filter
Ich bin immer für das durchlaufen des Filters. Wenn möglich gedrosselt. So haben wir noch eine mechanische Reinigung im Teich, etwas Strömung und auch eine geringe biologische Filterung die wir brauchen, da die Koi auch im Winter bei ihrer Winterruhe einen Stoffwechsel haben den es zu filtern und abzutransportieren gilt. Schließlich sollen sie nicht im Winter in ihren Ausscheidungen liegen. Der Filter sollte gemäß den eigenen Möglichkeiten, den Gegebenheiten und Vorstellungen des Teichbesitzers isoliert werden. Das gilt auch für die gesamten Schläuche bis zur Wasserlinie.
Punkt 2: Teich
Einen Teich kann man auf vielfältige Art abdecken. Ganz oder nur zum Teich oder man läßt ihn offen. Auch das ist Ansichtssache und Geschmack oder auch dem geschuldet was man selber für Ansprüche stellt. Jedoch sollten immer Vorkehrungen getroffen werden das der Teich nie komplett zufriert. So ist gewährleistet das die Faulgase aus dem Teich entweichen können und man selber hat die Möglichkeit die Fische zu beobachten ob sie auch alle ok sind.
Punkt 3: Sauerstoff
Sauerstoff sollte auch im Winter in den Teich gelangen. Das kann über den belüfteten Filter gehen oder durch eine entsprechende Pumpe. Dann sollte man jedoch beachten das die Schläuche und die Pumpe isoliert oder frostrei stehen. Wenn die Sauerstoffschläuche der Umgebungsluft ausgesetzt sind pumpen wir bei Frost so kalte Luft in den Teich wie die Umgebungsluft hat und kühlen u.U. Den Teich zusätzlich aus.
Auch sollte der Sprudler, so einer im Teich ist, nicht zu tief hängen und das Wasser sollte nicht „kochen“. Sauerstoffsprudler sind auch eine gute Möglichkeit eine eisfreie Stelle im Teich zu erhalten. Bewegtes Wasser friert nicht so schnell ein wie stehendes!

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

07.09.2018

Säuresturz im Teich!

In diesem Sommer war ich oft mit einem unterschätzten Problemen in Koi Teichen konfrontiert. Dem *Säuresturz*

Was ist ein Säuresturz im Teich und wie wirkt er sich aus?
Dafür sind zwei Werte im Teich verantwortlich. Zum einen der PH, dieser ist der Wert im Teich welcher das Maß für den sauren oder basischen Charakter darstellt und zum zweiten der KH. Dieser gibt u.a. Auskunft über die Menge der gelösten Karbonate bzw ist die Bestimmung über hartes oder weiches Wasser und stellt den Puffer für den PH Wert dar.
Wir bringen meist ganz akzeptable Werte durch unser Frischwasser in den Teich, doch dann wird das Karbonat (KH) durch Pflanzen, Filterbakterien oder Substrat welches im Teich liegt verbraucht. Da nun der Puffer für den PH Wert geringer wird sinkt dieser und nicht selten auf ein sehr ungesundes Niveau. Wasser ist bei PH 7 neutral und darunter ist es sauer. Wenn dann dieser PH Wert in Folge immer geringer werdender Karbonate immer saurer wird, wird es für unserer Koi gefährlich bis tödlich. Dieses so sauer gewordene Wasser ätzt buchstäblich die Schleimhaut von den Fischen und bringt sie auf die Art mal mehr oder weniger schnell um.

Die Fische werden zunächst streßrot, fressen immer schlechter, ziehen sich zurück und sterben. Manchmal weisen sie zusätzlich Entzündungen oder Wunden auf und die Atmung wird angestrengt und auffällig. Das Schwimmverhalten wird manchmal "taumelig".

Was kann man dann oder dagegen tun? 
In erster Linie und fast als einzige sinnvolle Maßnahme ist ein regelmäßiger Teilwasserwechsel der beste Schutz, unabhänging davon was wir damit den Fischen sonst noch gutes tun. Zum anderen sollte man regelmäßige Messungen dieser Werte durchführen um Zeitnah gegen steuern zu können. Es gibt eine Reihe von Produkten (auch einfache) die gut und schnell helfen. 
Ist der Säuresturz bereits eingetreten können wir den sehr stark betroffenen Koi meist nicht mehr helfen. Nur die welche noch genügen Kraft und Schleimhaut besitzen können wir durch viel "gutes" Wasser retten. Der gleichzeitige Einsatz von Milchsäurebakterien oder ähnlichem hilft ebenfalls. Allerdings dauert es einige Zeit bis sich die Schleimhaut der Koi soweit regeneriert hat das es keine Verluste mehr durch Spätfolgen gibt. Allerdings können diese Spätfolgen auch noch Wochen später unvermittelt auftreten.

In diesem Sommer sind durch die Temperaturen die Pflanzen sehr viel stärker gewachsen als in kühleren Zeiten und haben dadurch mehr Karbonat verbraucht als sonst. Die Koi wurden teils sehr viel mehr gefüttert und dadurch haben die Filterbakterien stärker gearbeitet als sonst und somit mehr Karbonat verbraucht als sonst. Wenn nun noch zu wenig Teilwasserwechsel oder gar keine gemacht wurden nahm das Schicksal zu lasten der Koi seinen Lauf.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

26.06.2018

Problem Keimdruck im Teich!

Die teils sehr warmen Temperaturen im Teich haben nicht nur Wasserpflanzen wachsen lassen. Auch Bakterien konnten sich durch die angenehmen Temperaturen gut vermehren und fanden zudem noch Hilfe in Pflanztöpfen und mangelndem Teichmanagement in Form von schlecht gewarteten Filtern oder wenige bis keine Wasserwechsel. Auch lange nicht gereinigte Rohrleitungen oder Schläuche kommen als Ursache in Frage.

Was ist damit gemeint? Pflanzen in Töpfen ohne Löchern, mit kleinen Löchern und/oder bündig auf dem Grund stehend sind Gefahrenquellen für Koi. In den Töpfen und Bütten finden die Wurzeln nach einiger Zeit keinen Platz mehr und es verbleiben Fischkot und Pflanzenreste in ihnen. Es bilden sich tief in diesen Bereichen anerobe Zonen mit gefährlichen Keimen für die Koi. In diese, recht übel riechenden Bereiche, kann auch kein Mittel dringen um diese Keime zu eleminieren so das sie munter immer wieder ins Wasser gehen können.

Selbes gilt für Filtergräben mit Pflanzen welche schon länger nichts raus geholt und gereinigt wurden. Die Keime, welche dann nach und nach Koi zerfressen, laufen so immer munter im Kreis.

Wasserwechsel! Auch ohne Pflanzen droht den Koi Gefahr. Eine gute Filterung ersetzt keine Wasserwechsel. In Teichen, in denen wenige bis keine Wasserwechsel durchgeführt werden steigt mit der Zeit ein Keimdruck an der auf lange Sicht den Koi zu schaffen macht. Dieser Keimdruck kann sich negativ auf das Immunsystem auswirken, Parasiten begünstigen und für ein Unwohlsein der Koi sorgen bis hin zu bakteriellen Erkrankungen sobald die Koi dem Keimdruck nicht mehr gewachsen sind. Dieses kann durchaus viele Jahre dauern solange keine neuen Koi in den Teich kommen, jedoch wird es früher oder später fast immer zu Problemen führen.

All zu oft schauen wir in unseren Teich und sehen das klare Wasser. Ein Test der wichtigen Wasserwerte zeigt keine Auffälligkeiten und trotzdem geht es den Koi oft nicht gut. Keime können wir nicht sehen, manchmal, wenn man weiß wo man schauen muss kann man sie riechen. Oft aber sind diese Keime nur duch eine entsprechende Untersuchung festzustellen und die Ursachenforschung ist nicht immer so offensichtlich 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

12.04.2018

Frühlingszeit ist auch Parasitenzeit

Anders als die Koi "ruhen" die Parasiten sich im Winter nicht aus. Warum auch? Sie haben ja genug

"Nahrung" den die Koi liegen mehr oder weniger entspannt am Boden. 

Parasiten sterben nicht im Winter, sie vermehren sich langsamer und da die Koi ihren Stoffwechsel 

reduzieren sind sie nicht so sensibel in der Wahrnehmung und merken nicht so viel vom knabbern und 

krabbeln der Parasiten. Ein Scheuern und Springen wie im Frühling ist im Winter so gut wie nie zu 

beobachten. 

Im Frühling, wenn die Temperaturen steigen werden zuerst die Parasiten wach und dann die Koi. Das

bedeutet das die Parasiten einiges an Vorlauf haben! Nicht selten erscheinen die Koi jetzt teils Grau. Auf 

der Haut scheint ein Belag zu liegen. Die Koi beginnen sich zu scheuern, manche springen oder sie holen 

Luft und blasen diese aus den Kiemen wieder raus. Spülen also die Kiemen. 

Das tun sie nicht weil sie sich über die Sonne freuen oder Lebenslust verspüren, auch das fangen von 

Mücken ist nicht der Grund sondern weil es juckt!!!

Der Grund sind nicht immer Parasiten! , es kann auch an den Wasserwerten liegen liegen die gerade 

jetzt im Frühling überprüft werden müssen da der Winter die Filterbakterien zugesetzt haben wird. 

Ausserdem kann es im Teich einen Keimdruck geben durch Blätter und Pflanzenteile die den Winter 

über im Teich lagen oder wenn der Filter im Herbst nicht gereinigt wurde vor der Winterruhe. 

Auf alle Fälle sollte ein Abstrich gemacht werden wenn die Koi auffällig werden damit bei Bedarf

behandelt werden kann. Wartet man zu lange können die Parasiten großen Schaden verursachen. 

Durch Mikroverletzungen können Keime eindringen und es kommt zu schweren Entzündungen. 

Auf diese kann sich der sogenannte Fischschimmel setzen, es kann zu Schäden im Kiemengewebe kommen 

und letzt endlich zum Verlust der Koi.

Selbst wenn ein Bestand im Herbst Parasitenfrei war muss das im Frühling noch lange nicht der Fall sein!

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

31.01.2018

Wasserwechsel im Winter? ja, unbedingt!

Oft werde ich gefragt ob im Winter ein Wasserwechsel nötig ist. Vielfach besteht die Meinung das 

dadurch die Koi gestört werden könnten und da sie ja nicht (meistens) zu fressen bekommen und 

der Filter nicht oder nur bedingt läuft würde ja auch das Wasser nicht belastet werden.

Das ist so nicht richtig!!

Fische sind wechselwarme Tiere, heißt sie passen sich der Umgebungstemperatur an und sind so in der 

Lage bei kaltem Wasser ihren Stoffwechsel zu verlangsamen. Das bedeutet jedoch nicht das sie ihn einstellen!

Eine Ausscheidung, wenn auch gering über den Darm finde weiterhin statt. Auch die Ausscheidung von

Ammoniak über Kiemen, Haut und Niere findet weiter statt. Nur kann dieses teils nicht mehr so gut

in ungiftiges Ammonium umgewandelt werden. 

So wird über den Winter das Teichwasser belastet auch wenn man die Fische in Ruhe lässt. 

Ein Wasserwechsel reduziert schädliche Stoffe im Wasser und auch Keime!

Ein zusätzliches Plus vom Wasserwechsel ist: Das Wasser aus dem Hahn hat immer mindestens 5 grad, wenn

man dann in der kalten Zeit Wasser wechselt welches kälter ist bringt man immer etwas wärmeres Wasser 

in den Teich und erhöht somit gering die Teichtemperatur. Das tut den Koi gut.

Durch das reduzieren schädlicher Stoffe im Wasser wird das Immunsystem der Koi nicht belastet und 

sie haben einen besseren Start in den Frühling denn, ein Immunsystem das gegen Keime und schlechtes

Wasser arbeiten muss kostet Energie und diese wird im Frühling für den Start in eine neue Saison 

dringend gebraucht.

 


23.11.2017

EM = Energiemangel im Winter!

Energiemangel kennen wir meist aus dem Frühling. Wenn es anfängt warm zu werden wollen manche

Koi einfach nicht aktiv werden, liegen weiter am Boden ab oder legen sich auf die Seite. Wenn man sie

dann anstubst richten sie sich auf und schwimmen los als wäre nichts. Aber etwas später liegen sie

wieder da wie vorher.

Diese Koi haben in der Regel im Sommer davor zu wenig gefressen oder im Winter durch Unruhe oder 

Krankheiten die sie auskurieren mussten zu viel ihrer wertvollen Energie verloren und haben nun nicht mehr 

genug um kraftvoll in die neue Saison zu starten.

Das kann aber auch im Herbst/Winter passieren. Koi benötigen Energie um sich bei fallenden Temperaturen 

zur Ruhe zu begeben, sie fahren ihren Stoffwechsel runter und beginnen von den Reserven zu zehren. 

Fressen und Verdauen dient nur noch dem Erhalt, baut aber keine Energie mehr auf. Im Gegenteil, es kostet 

zusätzliche Energie, denn Verdauen ist ein kräftezehrender Vorgang!

 

Ein Koi der sich jetzt am Rand absondert und/oder auf der Seite liegt kann mit großer Wahrscheinlichkeit 

an EM leiden. Ihm ist jetzt nur noch zu helfen in dem er rein kommt in ein für ihn passendes Becken. 

Nicht alleine! und bei langsam steigenden Temperaturen. (ca 2° pro Tag). Unbedingt wichtig sind sehr 

gutes frisches und somit von Bakterien unbelastetes Wasser, viel Sauerstoff und gute Wasserwerte, ausserdem 

Ruhe. Ausserdem sollte geprüft werden ob er an Parasiten leidet, die kosten wieder zusätzlich Kraft!

Hat man so einen "Kandidaten" im Haus, so kann er den Winter nicht mehr nach draußen denn die anpassung 

an die Temperaturen draußen würden seine Schwäche wieder erneut zum Ausbruch bringen und im Teich 

hat er keine Chance den Winter zu überleben!!!

 


11.04.2017

Pilz im Koi-Teich!

Pilzsporen sind immer im Wasser. Sie sind so klein und unauffällig das wir sie nicht wahrnehmen.

Wenn aber ein Koi geschwächt ist und eine verletzte Oberfläche (Haut) hat, dann haben Pilzsporen

leichtes Spiel und setzen sich auf diese Oberfläche. 

Sie verdecken dann das eigentliche Problem welches nicht selten Entzündungen und Wunden ist.

 

Darum gilt es den Pilz und möglichst gleichzeitig die Wunde/Entzündung darunter zu behandeln 

und den Koi mit Wärme (wenn möglich) und besonders guten Wassserwerten fitt zu bekommen.

auf keinen Fall darf der Pilz mit einer Pinzette entfernt werden, das würde weitere Wunden 

erzeugen!!!

 

Die ersten Parasiten sind in Sicht!

 

Die Temperaturen steigen und die ersten Parasiten sind in Sicht. 

Solange der Filter noch nicht richtig arbeitet und das Immunsystem der Koi noch nicht im vollen 

Gang tätig ist haben die Parasiten leichtes Spiel sich zu vermehren. Sie brauchen keine hohen 

Temperaturen und schon gar keine guten Wasserwerte.

Für die Parasiten ist der Keimdruck im Frühling besonders geeignet um sich zu vermehren. Dieser 

entsteht durch einen mangelhaft arbeitenden Filter und den Ausscheidungen der Fische, ebenso 

durch Blätter und Pflanzen welche im Teich verrotten.

Sorgfältige Wasserwechsel und eine gute, aber nicht zu intensive Teichhygiene können viel an 

Problemen verhindern die unsere Koi im Frühling bekommen.